Ich bin eine 29 Jährige Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung. Wie bin ich dahin gekommen? Nun ich habe mich, wie jeder nach dem Abi gefragt, was kann ich machen? Während der Schulzeit hab ich ein Berufspraktikum bei der Polizei gemacht. Nach dem Abi habe ich mich dann auch auf eine Laufbahn bei der Polizei beworben. Danach wurde ich dann auch zum Assessment eingeladen, jedoch ist nichts draus geworden. Ich will jetzt nicht behaupten, dass es für mich schlecht war, denn ich hatte während der letzten drei Schuljahre ebenfalls eine gewisse Leidenschaft fürs programmieren entwickelt (meine Noten waren zumindest besser als in den anderen Fächern 😁).

Da meine ursprüngliche Idee war mal aus meiner Heimatstadt zu entkommen, suchte ich mir eine Fachhochschule mit einer angemessenen Entfernung. So bin ich zum ersten Mal auf die Stadt Aachen gekommen.

Letztendendes war meine Odyssee doch etwas länger bis ich dann schließlich in Aachen ankommen konnte. Ich habe an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg angefangen Informatik zu studieren und bin dann an die Hochschule Trier gewechselt.

Vor nicht mehr ganz drei Jahren dann, stand ich vor der schwierigsten Entscheidung meines Lebens. Entweder das Studium fertig machen (ohne die Gewissheit, dass ich es hätte beenden können) oder nochmal von vorne mit einer Ausbildung beginnen. Am Ende bin ich froh, dass ich mich für die Ausbildung entschieden habe und das es eine Firma gab/gibt die mir diese Chance ermöglicht hat. Und so bin ich nun doch in Aachen gelandet. 😌 Schon komisch wie das Leben manchmal spielt. In einem Moment ist man für sich selbst ein Versager, weil man sein Studium nicht geschafft hat und im nächsten Moment ist man genau deswegen Stolz auf sich, weil man sich getraut hat etwas anders zu machen, als der Rest, weil man mutig in die ungewisse Zukunft gegangen ist.

Und nun bin ich in dieser Zukunft und mich plagen jetzt andere Zweifel und Ängste. Zweifel meinem Berufsbild nicht gerecht zu werden, Ängste mein Privatleben zu vernachlässigen. Und Hoffnung, dass ich auch diese Ängste und Zweifel überwinden werde. Am Ende kommt es immer darauf an, wie man sich selbst sieht und wie man mit seinem Leben umgeht.

Elfige Grüße und genießt euer Leben.

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